18.11.2026
Ökumenische Friedensdekade
„Couragiert widerständig“ – das ist das Motto der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade. Wir sind eingelanden innezuhalten und uns zu fragen: Wo stehen wir? Wofür setzen wir uns ein? Wofür wollen wir uns einsetzten? Und was gibt uns die Kraft, nicht wegzusehen?
Das Jahresmotto erinnert uns an Schifra und Pua, die hebräischen Hebammen aus dem 2. Buch Mose. Als der Pharao ihnen befahl, neugeborene hebräische Jungen zu töten, widersetzten sie sich. Sie retteten Leben – nicht mit Gewalt, sondern mit Mut und Entschlossenheit. Ihr Widerstand war still, aber mächtig.Das Motto erinnert auch an das Handeln von Rosa ParksRosa Parks lebte in Montgomery, Alabama, zu einer Zeit, in der die Rassentrennung in den Südstaaten der USA streng durchgesetzt wurde. Nach einem langen Arbeitstag setzte sie sich in einen Stadtbus – in die für Weiße reservierte Sektion. Als ein weißer Fahrgast keinen Platz fand und der Busfahrer sie aufforderte, aufzustehen, blieb sie sitzen.Ihre Weigerung hatte Konsequenzen: Sie wurde verhaftet und zu einer Geldstrafe verurteilt. Doch dieser eine Akt des Widerstands entfachte eine Bewegung. Noch in derselben Nacht riefen Bürgerrechtler zum Busboykott auf. Über ein Jahr lang boykottierten Tausende die Busse – bis die Rassentrennung in den Bussen schließlich aufgehoben wurde.Couragiert wiederständig – im Kleinen wie im Großen.
Das Motto der Friedensdekade ermutigt uns, nicht gleichgültig zu bleiben. „Couragiert widerständig“ zu sein, bedeutet, für die Rechte aller, für Gerechtigkeit, für das Recht auf eine Zukunft und für Frieden einzustehen – im Alltag, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule - überall.
Herzliche Einladung zur Andacht.
Wann: am 18.11.26 um 18:00 Uhr
Wo: in der Friedenskirche in Bienstädt